Tiergestützte Pädagogik an der Bismarckschule

Paula und Jule sind die beiden Hunde im Pädagogik-/Therapiebegleithunde-Team mit der Sonderpädagogin Claudia Bock. Paula und Claudia Bock haben ihre Ausbildung bei der SATTT, der Steinfurter Akademie für Tiergestützte Therapie, absolviert. Jule befindet sich am Ende der Ausbildung und genießt ihren täglichen Arbeitseinsatz in der Bismarckschule.

Für den Einsatz der Hunde in der Schule liegt das Einverständnis für jedes Kind durch die Eltern vor. Darin geben die Eltern auch an, ob ihr Kind eine Allergie gegen Hundehaare hat. Dann gehen Paula und Jule nicht in den jeweiligen Klassenraum. Der Kontakt zu den Hunden erfolgt dann für die anderen Kinder der Klasse im Förderraum oder draußen.

   

Jule pausiert

   

In der Schule sind die beiden im Unterricht dabei.  Dann begleiten sie Frau Bock. Das aktive Erleben von Selbstwirksamkeit im Umgang mit den Hunden steigert das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl eines jeden Einzelnen. Insgesamt wirkt sich die Anwesenheit positiv auf das Schulklima aus. Ob in der Klasse oder im Lehrerzimmer – Paula und Jule sorgen für eine ganz besondere Stimmung. Die Kinder erhalten durch die Arbeit mit den Hunden wichtige Entwicklungsimpulse für die sozialen Kompetenzen. Sie übernehmen auch die Versorgung der Hunden und die Verantwortung für die Gestaltung der Atmosphäre, in der die Hunde mit in der Klasse sind. Die beiden helfen Stress, Aggressionen, Trauer und Ängst ab- und somit das Selbstbewusstsein der Kinder aufzubauen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, das die Herzfrequenz und der Blutdruck der Schüler und Schülerinnen, aber auch der Lehrerinnen und Lehrer gesenkt werden und sich der Kreislauf stabilisiert. Wenn die Kinder und Erwachsenen die Hunde streicheln, wird in deren Körper Oxytocin ausgeschüttet. Das ist ein Bindungshormon, welches ein Wohlgefühlt und eine positive Handlungsbereitschaft erzeugt. Schulhunde wie Paula und Jule werden aufgrund ihrer Wirksamkeit immer häufiger eingesetzt. Wenn sie im Raum sind, sind die Kinder leiser und aufmerksamer. Die Kinder lernen auch, auf die Hunde Rücksicht zu nehmen. Die Hunde nehmen jeden so an, wie er ist. Sie verbessern niemanden, lachen niemanden aus, achten nicht auf die Kleidung, das Wissen oder die Herkunft und fordern keine schulischen Leistungen. Stattdessen vermitteln sie Wärme, Vertrautheit und Sicherheit. Sie motivieren, trösten und bringen zum Lachen. Außerdem können alle Menschen in der Schule sich in der Pause in der Verwaltung eine Portion Streicheleinheiten und gute Laune abholen.

Bildquellen

  • Jule: CBock
  • Jule in der 2b: CBock
  • Jule im Einsatz in der 2b: CBock
  • Die Klasse 2a und ihre Paula.: C. Bock
  • Paula im Tunnel: RALPH SCHIPPERS