DaZ – Deutsch als Zielsprache

 DaZ Unterricht ist mehr, als das Erlernen einer neuer Sprache, in der die Bildungsinhalte vermittelt werden und mit der die Kinder in ihrem sozialen Umfeld kommunizieren. DaZ bedeutet für die Lehrer, sprachsensibel zu unterrichten und das in allen Fächern. Auch in vermeintlich spracharmen Fächern wie z. B. Mathematik ist die rezeptive sowie die produktive sprachliche Kompetenz relevant für die schulischen Erfolge. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass die Lehrer zunächst einen „Wortspeicher“ erstellen, in denen die Worte aufgenommen und geklärt werden, die alle Kinder für das Verstehen der Aufgaben kennen müssen. So sollen die Kinder bei Sachaufgaben immer ausreichend Zeit bekommen, um im eigenen Tempo den Text zu erlesen und zu verstehen. Wichtig ist dann die Frage, nach den Inhalten, die das Kind verstanden hat.

In der Zeit von Februar bis Juni 2018 nahmen die Frau Hannah Langen und die Schulleiterin Frau Claudia Bock an einer umfangreichen Fortbildung „DaZ Schule“ des CEMES an der Uni Münster teil. Nun erhielten beide ihr Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme. Frau Langen und Frau Bock erarbeiteten gemeinsam  zunächst für das Team der Bismarckschule und dann auch für die  Eltern in der Schulkonferenz das neue Konzept der Förderung im Sinne „Deutsch als Zielsprache“ an der Bismarckschule. Das Lehrerkollegium erhält nun die Chance, die Arbeit im sprachsensiblen Unterricht durch das CEMES begleiten zu lassen.

An der Bismarckschule finden auch die Kinder eine schulische Heimat, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind und hier in Burgsteinfurt eine neue Heimat finden wollen. Oft sind diese Kinder durch die Erfahrungen, die sie auf der Flucht gemacht haben traumatisiert. Sobald die Eltern für sich und ihre Kinder eine Wohnung gefunden haben, kümmern sie sich um die Anmeldung ihrer Kinder im Kindergarten und/oder in der Schule.

Zudem gibt es Kinder in den Klassen der Bismarckschule, die schon längere Zeit in Deutschland leben, aber wenig Sprachkenntnisse besitzen. Diese Kinder haben ein Anrecht auf eine Sprachförderung im Sinne einer „Erstförderung“. Sie haben einen Anspruch auf eine intensive Förderung in der Sprache, damit sie möglichst bald auch am Regelunterricht teilnehmen können. Kinder, die sich bereits gut verständigen können, aber deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen um im Fachunterricht beurteilt werden zu können, nehmen an der „Anschlussförderung“ teil. Neben dem verpflichtenden Unterricht durch die Schule, besteht die Möglichkeit über das Bildungs- und Teilhabepaket eine gezielte Lernförderung durch ehrenamtliche Mitarbeiter/innen – den Lernförderern zu bekommen. Bei der Beantragung der Mittel steht Frau Betty Loschelder den Eltern und Lehrern als BuT-Lotsin zur Verfügung.