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2016 mit dem SL a.D. Lothar Paral                             2017 mit der SL Claudia Bock

Herr Rudolf Arning hielt sein Versprechen, dass er im Sommer 2016 dem damaligen Schulleiter Herrn Lothar Paral gab und kam im Herbst 2017 tatsächlich sehr zur Freude von der neuen Schulleiterin Frau Claudia Bock wieder.

Die Westfälischen Nachrichten berichten:

>>Beim Blättern in der Schulchronik stößt Rudolf Arning auf ein Foto, das ihn „um 1947“ mit seinen Klassenkameraden zeigt. Im Juni 216 hat der 84-Jährige mit seiner Lebenspartnerin Elisabeth Sambill seine alte Schule besucht, um ihr 50 000 Euro aus seinem Vermögen zu spenden. Der damalige Schulleiter Lothar Paral konnte zunächst nicht glauben, dass der Unternehmer diesen gewaltigen Geldsegen ausschüttet.

„Ich konnte es nicht glauben. Ich war sprachlos.“ Ein Schauer sei ihm über den Rücken gelaufen, erinnert sich Lothar Paral an den Moment, als ihn Mitte des Monats der Brief von Rudolf Arning mit der Nachricht erreicht hatte, der 84-jährige Unternehmer aus Düsseldorf wolle der Bismarckschule eine Spende über 50 000 Euro machen. Ob der bis dato unbekannte Wohltäter sich vielleicht nur vertippt und der Summe eine Null zu viel angehängt hatte? Nein, hatte er nicht. An diesem Tag ist der gebürtige Burgsteinfurter mit seiner Lebenspartnerin in seine alte Heimatstadt zurückgekehrt, um Paral das Geld zu übergeben. „Ich hatte nicht das Glück, Vater zu werden“, erklärt der immer noch geschäftstüchtige Senior dem immer noch überwältigten Schulleiter, dass er seiner Volksschule etwas von dem, was er in acht Volksschuljahren von 1938 mit Kriegsunterbrechung bis 1946 in der Burgsteinfurter Schule fürs Leben gelernt hat, im Alter zurückgeben will.

Besondere Erinnerungen hat Arning an Wilhelm Maenicke und daran, wie sein damaliger Lehrer und Schulleiter ihn und seine Mitschüler unter seine Fittiche genommen und „elementare Kenntnisse über das Leben und die Kultur“ vermittelt habe. Arning: „Ich bin ihm dafür bis heute dankbar.“ Arning verschweigt dabei nicht, dass auch Maenicke eine „braune Vergangenheit“ hatte und den Beruf, wie viele andere Pädagogen auch, während einer zweijährigen Entnazifizierungszeit nicht ausüben durfte.

Die Lebensgeschichte von Rudolf Arning würde Bücher füllen. Nur so viel: Arnings Eltern haben früher den „Schützenhof“ an der Meteler Stiege betrieben. Dort ist er mit seinen Schwestern Elenonore und Elfriede aufgewachsen, hat den Krieg als Kind er- und überlebt und Mitte der 1950er seine Heimatstadt verlassen. „Beharrlichkeit führt stets zum Ziel“, sei sein Wahlspruch und Ansporn gewesen, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Er hat ein Diplom als Handelslehrer bekommen, war Studienrat an einem Wirtschaftsgymnasium in Hannover, hat Musik unter anderem in Madrid studiert, war als Dolmetscher im In- und Export in Hamburg beschäftigt und ist dann als Geschäftsführer und Teilhaber in drei Baufirmen mit Sitz in Düsseldorf eingestiegen. Disziplin und harte Arbeit hätten ihn schließlich zu Wohlstand und Vermögen geführt.

Seinen Lebensmittelpunkt hat Rudolf Arning in Thailand. Für ein halbes Jahr kam er im Sommer 2016 zurück nach Deutschland, weshalb er die Reise nicht nur genutzt hat, um Geschäftliches in Düsseldorf zu regeln, sondern auch um nach Burgsteinfurt zu kommen.

Lothar Paral hat den rüstigen 84-Jährigen zunächst durch seine alte Schule geführt. An alte Klassenräume konnte sich Arning noch erinnern. „Aber es hat sich so viel verändert“, erklärt er auch nach einem kleinen Rundgang durch die Stadt und die Orte, die ihm in seiner Jugend noch so vertraut waren. Als Lothar Paral ihm die Schulchronik, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schule im Jahr 2000 herausgegeben worden war, schenkt, findet Arning sich unverhofft auf einem alten Foto, das von „um 1947“ stammt, wieder.

Auf einem weiteren Bild entdeckt er seine jüngere Schwester Eleonore. Er ist gerührt. Und schon werden alte Erinnerungen wieder wach. Direkte Verwandtschaft in Burgsteinfurt hat Arning nicht mehr, auch seine Schwestern sind bereits verstorben. Ob wohl noch Schulkameraden leben? Über einen Kontakt (E-Mail: rudolf.arning@t-online.de) würde er sich freuen und natürlich darüber, wenn die Schule seine Spende insbesondere für den Musik- und den Werkunterricht verwendet, aus dem er ja auch so viel gelernt hat. Lothar Paral versprach, das natürlich in Arnings Sinne zu tun und mit allen Lehrern und Eltern zu überlegen, wie das Geld am besten eingesetzt werden kann. „Wenn Sie erlauben, komme ich im nächsten Jahr wieder, um mich davon zu überzeugen. Und dann bringe ich noch einmal 50 000 Euro mit“, sagte Arning. Paral konnte es wieder nicht glauben . . . <<

Bildquellen

  • Unternehmer-Rudolf-Arning-unterstuetzt-die-Arbeit-der-Bismarckschule-mit-50-000-Euro-Spende-macht-sprachlos_image_630_420f_wn: WN Drunkemölle
  • Unternehmer-Rudolf-Arning-unterstuetzt-Bismarckschule-Koennen-froh-und-dankbar-sein_image_630_420f_wn: CBock