Schülerparlament

Seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es an der Bismarckschule das Schülerparlament. Zum Schülerparlament gehören alle 18 Klassensprecher und Klassensprecherinnen. Die Kinder haben sich dafür entschieden, jeweils einen Jungen und ein Mädchen für das Klassensprecherteam zu wählen. Auch in den Klassen 1 wurden nach einigen Wochen des Kennenlernes die Klassensprecher gewählt.

Nun trifft sich die Gruppe der Klassensprecher einmal im Monat mit der Schulleiterin Frau Bock und spricht über Themen, die die Kinder aus ihren Klassen mitbringen. Diese Themen tragen die Klassen im Klassenrat zusammen, der wöchentlich abgehalten wird. Im Laufe ihrer Grundschulzeit übernehmen die Kinder im mehr die Verantwortung für die Durchführung und den Ablauf der Klassenratssitzungen.

Kindern das Wort und Stimme geben! Auftrag des Schülerparlaments

Kerngedanken sind die Partizipation und das demokratische Lernen an der Grundschule. Diese Gedanken sollten in der heutigen Zeit zum demokratischen Schulentwicklungsprozess, indem Mitbestimmung, Partizipation und zukunftsfähiges Lernen im Mittelpunkt stehen.

Immer wieder gab es in den letzten Monaten Anlässe, bei denen sich die Kinder der Bismarckschule zu Wort gemeldet haben:

  • Veränderungen der Pausenfolgen
  • Spinne
  • Ausstattung des Schulhofes
  • Zustand der Schülertoiletten
  • Qualität der Internetleitung

In den Zusammenkünften der Klassensprecher haben sich die Kinder entschieden, ein Schülerparlament zu werden. Sie trafen sich mit der Bürgermeisterin und brachten die von ihnen in den Klassen gesammelten Ideen und Wünsche mit ein.

Zudem wurde das Schülerparlament von ihnen genutzt, um ihre Beobachtungen zu schildern und dabei auch auf die Reaktionen der Mitschüler einzugehen. Beispiele sind hier ebenfalls der Zustand der Toiletten und vor allem die Situation am frühen Morgen, wenn die Kinder ihre Schultaschen abstellen und es immer wieder zu Stürzen und Rempeleien kommt, wenn Kinder über die Schultaschenreihen springen.

Zudem kam aus den Reihen der Kinder die Abholsituation zu Unterrichtsbeginn zur Sprache. Das Warten in der Kälte missfiel den Kindern.

In der Sitzung des Schülerparlaments geht es lebhaft her. Alle Kinder trauen sich etwas zu sagen und die Gesprächsführung geht immer mehr in die Hand der Kinder über.  So haben die 4. Klässler auch immer wieder die Kinderrechte ins Spiel gebracht, sodass überlegt werden sollte, die Kinderrechte immer wieder zu thematisieren. Vielleicht entsteht daraus eine Aktivität für die Kinder der Bismarckschule sich als Botschafter für die Kinderrechte aktiv zu werden und sich zu engagieren.

Jede Schule sollte ein Haus der Kinderrechte sein. So sieht es die UN-Kinderechtskonvention vor. Die vier übergreifenden Rechte, Gleichheit, Individuelle Förderung, Mitbestimmung und Partizipation sowie Schutz sollten das Fundament für eine ganzheitliche und demokratische Schul- und Unterrichtsentwicklung sein.

Handlungs- und Gestaltungsräume könnten die Ebenen Unterricht, Schulkultur und Schulöffnung sein.

Den Kindern das Wort und eine Stimme zu geben ist der Beginn der Partizipation und Verantwortungsübernahme. In der Bismarckschule gibt es regelmäßig den Klassenrat in den einzelnen Klassen und einmal monatlich die Sitzung des Schülerparlaments. Eine Schülervollversammlung soll sich dem Wunsch des Schülerparlaments noch anschließen. Zu den Aufgaben des Schülerparlaments gehört es, Anregungen aus den Klassen aufzunehmen und Vorschläge der Schüler umzusetzen.

JedeR SchülerIn kann sich für die Schulgemeinschaft engagieren. Als gute Vorbilder lernen sie Respekt zu zeigen und Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen.

Bei erfolgreichem Engagement in ihrem „Schülerjobs“ erhalten sie als „Lob und Anerkennung“ eine Bemerkung auf dem Zeugnis für ein besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft. Das könnte noch deutlicher gemacht werden, in dem es eine Urkunde zum Schuljahresende gibt.

Den Kindern der Bismarckschule schwebt es vor, das Projekt „Schulengel“ aufzugreifen. Die Idee, die dahinter steckt ist es, dass sich Kinder um andere Kinder in der Pause kümmern. Das kann ein Helfen bei kleinen Wehwehchen sein, ein Spielzeugdienst in der Spieleausleihe, die Bereitschaft mit jüngeren Kindern zu spielen, kleine Streitigkeiten zu schlichten oder auch die Schülertoiletten regelmäßig zu kontrollieren, um dann Kindern, die sich angemessen verhalten haben, ein Lob auszusprechen.

September 2019

Die erste Sitzung im Schuljahr 2019/20 findet nach den Wahlen der Klassensprecher statt. Die Einladung an die Klassensprecher erfolgt durch die Vorsitzenden des Schülerparlaments Coralie Perrefort und Milan Gnadt. Die beiden sind im letzten Jahr als stellvertretende Vorsitzende gewählt worden und leiten nun die erste Sitzung. Die erste Sitzung findet am Mittwoch, den 18.09.2019 um 10 Uhr im Montessori-Raum statt.

Neben dem Kennenlernen der neu gewählten Klassensprecher wird es inhaltlich um den Tag der offenen Tür, die Spieleausleihe und den Besuch im Rathaus bei der Bürgermeisterin gehen.

April 2019

Im April kommt uns Frau Arndt-Brauer im Schülerparlament besuchen. Mit ihr wollen wir darüber sprechen, wie wir – ähnlich wie im Parlament in Berlin – eine Sitzung mit allen Schülern und Schülerinnen gestalten können.

Unsere nächste Sitzung findet am Mittwoch, den 03.04.2019 statt.

März 2019

„Berlin goes Steinfurt!“ – der Infotruck des Deutschen Bundestags zu Besuch in Steinfurt. Das Schülerparlament besuchte am Freitag, den 08.03.2019 den Infotruck und Herrn Jens Spahn, um sich über die Arbeit des Parlaments in Berlin zu informieren. Was machen die Politiker in Berlin anders und was gleicht auch unserer Arbeit? Viele Fragen konnten die Kinder dem Politiker stellen und in der Summe waren sie sich einige: Wir haben erfahren, dass unser Schülerparlament in der Schule noch viel erreichen kann!“ Der WDR war für die Sendung „aktuelle Stunde Münsterland“ ebenfalls vor Ort und berichtete über den Truck.

Hier ist der Link zu Sendung: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-muensterland/video-lokalzeit-muensterland-2268.html

Februar 2019

In der Sitzung des Schülerparlaments wurde in diesem Monat lebhaft diskutiert. So einige Themen brachten die Klassensprecher aus den Klassenratssitzungen ihrer Klassen mit. Immer wieder drehte es sich um die Pausengestaltung, die Ausstattung des Schulhofes und das Betreten der Schule zum Unterrichtsbeginn.

Gemeinsam erarbeiteten die 16 Kinder einen Vorschlag, der dann den Lehrern und den Klassen vorgestellt wurde: Die Klassensprecher führen ihre Klasse nach dem Schellen in die Schule und warten nicht mehr auf die Lehrer. Die Lehrer stimmten zu und beobachteten die Kinder bei ihrem Tun. In einem Evaluationsgespräch im Anschluss an eine zweiwöchige Probezeit, kam es leichte Veränderungen und nun lautet die Regel: „Die Klassensprecher führen ihr Klasse nach dem Schellen und Aufstellen in die Schule. Die Klassen 4 gehen als erstes, dann die Klassen 3, 2 und zum Schluß 1“.

Auch die Wünsche nach Pausenangeboten trugen die Kinder des Schülerparlaments den Lehrern vor. Hier befinden sich alle noch im Findungsprozeß und arbeiten fleißig daran.

Januar 2019

Die Gruppe der Klassensprecher entschied sich auf der Suche nach einer passenden Beschreibung ihrer Aufgaben und Funktionen für die Bezeichnung „Schülerparlament“.

Im Schülerparlament diskutierten die Kinder über die Schulhofsituation, wenn sie morgens kommen und auch nach den Pausen. Das Springen über die aufgestellten Schultaschen führt zu Verletzungen, da sind sie sich einige und deshalb fordern sie alle Kinder auf, das Springen zu unterlassen. Die Kinder sollen stattdessen lieber im hinteren Bereich des Schulhofes „Fangen“ spielen.

Für das Aufstellen und Hineingehen vor Unterrichtsbeginn schlugen die Kinder vor, dass die Klassen selbstständig in das Gebäude gehen und die jeweiligen Klassensprecher ihre Klasse hineinführen. Diesem Vorschlag stimmt das Kollegium der Schule zur Probe zu. In der Lehrerkonferenz am 20.02.2019 entschieden dann die Lehrer, dass die Klassen weiterhin allein in die Schule gehen können. Dabei gehen immer die Klassen 4 als erstes und dann in der Reihenfolge die Jahrgänge 3, 2 und 1.