Tiergestützte Pädagogik

Paula und Jule, die beiden Schulhunde mit langer Erfahrung in ihren Bereichen bekommen Unterstützung. 🙂

Amy, die kleine helle Hündin, gehört zur Rasse der Havanesen. In ihrer Familie liebt sie es sich gemeinsam mit den beiden Töchtern und der Mutter, gemütlich zum Lesen auf das Sofa zu kuscheln. Ihre Begeisterung für diese wohligen Momente ließ schnell vermuten, dass Amy sehr viel Potential für einen „Lesehund“ in sich birgt. Nun ist Amy einmal in der Woche in der Bismarckschule im Dienst und sorgt für eine entspannte Atmosphäre, wenn ihr Frauchen gemeinsam mit Elfinur, Joel und Mohammad das Lesen übt.

Amy – kleiner Havanese ganz groß in der Lesezeit für die Erstklässler.

Unsere Schulhunde unterstützen Frau Bock bei ihrer Arbeit in ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag. Die hundegestützten Interventionen werden geplant, durchgeführt und reflektiert.

Jeder Hund wird unterschiedlich eingesetzt. Sie unterstützen durch ihre reine Anwesenheit den Unterricht, die Förderungen oder die Freizeitaktivitäten. Genauso können sie aber inhaltlich die Gestaltung von Unterricht bestimmen oder aktiv miteingebunden sein. Paula und Jule stellen für viele Schüler ein Vorbild, einen Motivator und Lernkamerad dar.  Bezugnehmend auf die umfangreiche Ausbildung des Mensch-Hund-Teams finden tiergestützte Förderungen auf Basis individueller Förderpläne statt. Im Konzept der Schule werden innerhalb der Förderbereiche (Soziabilität, Kommunikation, Motorik, Wahrnehmung, Lern- und Arbeitsverhalten, Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung, Kognition) einige Einsatzmöglichkeiten dargestellt:

  • Einsatz im Fachunterricht
  • Einzelförderung
  • Einsatz in der gestalteten Freizeit
  • Beisammensein in Pausensituationen
  • Arbeitsgruppen
  • Projektarbeit
  • Unterstützung der Förderung innerhalb der Förderbereiche

Paula und Jule erweitern ihr Tätigkeitsfeld

Im Februar fand nach langer Zeit wieder ein Arbeitskreis „Schulhund“ statt. Eingeladen hatten Frau Heckmann und Frau Buchholz von der Michael-Ende-Schule. Bei dieser Auftaktveranstaltung stellten die beiden Pädagoginnen der Förderschule ihre Arbeit mit ihren Hunden vor. Diese Arbeit verdeutlichte den Teilnehmern die hohe Verantwortung für die Auswahl eines späteren Schulhundes im Sinne eine Therapiebegleithundes und seiner Ausbildung. Neben Zeit für Fragen gab es viele wertvolle Tipps. Das nächste Treffen wird im November 2020 stattfinden. Dann werden in kleinen Gruppe ganz konkrete Themen erarbeitet.

Berührungsängste abbauen.

Paula und Jule sind die beiden Hunde im Pädagogik- / Therapiebegleithunde-Team mit der Sonderpädagogin Claudia Bock. Paula und Claudia Bock haben ihre Ausbildung bei der SATTT, der Steinfurter Akademie für Tiergestützte Therapie, absolviert. Jule befindet sich noch in der Ausbildung und genießt ihren täglichen Arbeitseinsatz in der Bismarckschule.     .  

       

In der Schule sind die beiden im Unterricht dabei. Während Paula ihren festen Einsatz in der Klasse 2a hat, ist Jule viel in der Klasse 1b unterwegs. Für die Kinder der Schule ist es besonders schön, wenn Frau Bock Vertretungsunterricht übernimmt. Denn dann ist eine von den beiden Therapiebegleithunden mit dabei.  Das aktive Erleben von Selbstwirksamkeit im Umgang mit den Hunden steigert das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl eines jeden Einzelnen. Insgesamt wirkt sich die Anwesenheit positiv auf das Schulklima aus. Ob in der Klasse oder im Lehrerzimmer – Paula und Jule sorgen für eine ganz besondere Stimmung. Die Kinder erhalten durch die Arbeit mit den Hunden wichtige Entwicklungsimpulse für die sozialen Kompetenzen. Sie übernehmen auch die Versorgung der Hunden und die Verantwortung für die Gestaltung der Atmosphäre, in der die Hunde mit in der Klasse sind.

Jule hat so ein weiches Fell .
So macht das Vorlesen Spaß
Jule – ein Hund zum Vorlesen

Bildquellen

  • Jule: CBock
  • Jule in der 2b: CBock
  • Paula im Tunnel: RALPH SCHIPPERS